Sebastian Wywiórski

"Carambolage"

7. Mai bis 4. Juni 2017

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"Carambolage" wird am Sonntag, 7. Mai 2017, um 15 Uhr (bis 18 Uhr) eröffnet.

Die Laudatio hält Dieter Begemann.

Die Ausstellung läuft bis Sonntag, 4. Juni 2017. Öffnungszeiten sonntags von 12 bis 18 Uhr und gerne jederzeit nach Vereinbarung.



 

                  
Anneke Gräper.        

Anneke Gräper ist eine multidisziplinäre Künstlerin. Ihre Arbeiten reichen von Licht- und Videoprojektionen im öffentlichen Raum, live übertragenen Webcam-Performances, weiterbearbeiteten Makrofotografien bis hin zu Papiercollagen, Siebdrucken und Mixed Media auf verschiedenen Trägermaterialien. Die bei kd.kunst ausgestellten Raumobjekte der 2011 beginnenden Serie „double jeu“ sind fast mannshoch. Die transparenten oder milchigen Acrylglasplatten sind einzeln oder hintereinander in einem Sockel angeordnet oder auch in eigens angefertigte Metallrahmen mit integriertem Licht eingebaut. Die abstrakten Motive der Siebdrucke erscheinen oftmals wie Spuren und Abdrücke von Stoffen oder Papier. Teilweise werden sie in einer Mischtechnik aus Tusche, Ölkreiden, Acrylfarben, Spraydosen oder Papiercollagen überarbeitet.

Anneke Gräper absolvierte ihre künstlerische Ausbildung an der Kunsthochschule in Toulouse. Nach ihrem Abschluss 2002 lebt und arbeitet sie einige Jahre als Künstlerin und Bühnenbildnerin in Frankreich. Ihre Werke wurden mehrfach ausgezeichnet und fanden Aufnahme in öffentlichen Sammlungen. Seit 2007 lebt und arbeitet sie wieder in ihrer Heimatstadt Hamburg.

 

   
 
Dorothée Sadowski
   

Bäume sind für Dorothée Sadowski seit 2005 das Hauptthema ihrer Arbeit, und seit 2013 sind es nicht mehr nur Bäume, sondern Landschaften allgemein, allerdings in stark reduzierter Form. „Die Beschäftigung mit der Natur beruhigt. Ich versuche, die Stimmung, die die Natur in mir erzeugt, auf meine Bilder zu übertragen“, sagt die Künstlerin. In erster Linie ist es die Wahl der Farben, mit der die Künstlerin bei dem Betrachter ein Empfinden schafft. Die Natur an sich existiert in ihren Arbeiten nur andeutungsweise. Im Zentrum der gezeigten Serie steht der Versuch, die innere und äußere Form des Bildes zu erweitern. „Ich versuche eine innere Sicht zu malen, um weitere mögliche Blickwinkel zu finden, und um eine dreidimensionale Komposition zu schaffen.“ Durch die Möglichkeit einer flexiblen Zusammenstellung der Bilder, wird die äußere Bildform und die Ansichtsweise auf das Bild dynamisiert und erweitert. Jede neue Hängung bedeutet ein neues Angebot.

Die Künstlerin Dorothée Sadowski ist gebürtige Französin mit polnischen Wurzeln. Sie wurde 1965 in Antony dans les Hautes-Seine geboren, absolvierte ihr Kunststudium in Warschau und erhielt 1989 ihr Diplom mit dem Schwerpunkt Fotografie bei Professor Ryszard Winiarski. Seit 1987 ist sie auf Ausstellungen in Frankreich und im Ausland präsent. Sie ist in diversen Sammlungen in Frankreich, Belgien, Deutschland und den USA vertreten. Zudem hat Dorothée Sadowski den Hochzeitssaal des Rathauses in Tulle/Frankreich gestaltet.

 

        
 Sebastian Wywiórski
       

Der Maler und Zeichner Sebastian Wywiórski hat für seinen Bilderzyklus den etwas betrügerischen Titel „Schau nicht zurück” gewählt, der ein wenig wie eine Warnung klingt. „Ausgangspunkt sind alte Familienfotos, die ich aus Hunderten von Werken ausgewählt habe. Sie waren von meinem Großvater übriggeblieben, der sie zwischen den 1950er- und 1970er-Jahren aufgenommen hatte. Sie sind still-frames aus der nicht vorhandenen Remote-Realität”, sagt Sebastian Wywiórski. „Mein Wunsch ist, nicht den alten Geruch der Wirklichkeit zu verlieren. Gleichzeitig begleitet mich das Bewusstsein, dass ich fast zu einer Erneuerung verurteilt bin, in der ich mich nicht ganz wohl fühle. Sie mag erfüllt sein von Sinnlichkeit, kaufmännisch und - um jeden Preis - konservativ-komfortabel und dynamisch-aggressiv?” Vielleicht, so Wywiórski, war es schon immer so, nur dass bei der Konfrontation mit dem „Dann” mit dem „Jetzt” das „Dann” viel freundlicher erscheint. „Vielleicht ist das nur ein Eindruck. Ich bin mir nicht ganz sicher.”

Sebastian Wywiórski wurde 1974 in Krakau geboren. 1996 nahm er sein Studium an der Fakultät für Malerei an der Akademie der Bildenden Künste in Krakau auf, das der 2001 bei Slawomir Karpowicz abschloss. Den Doktortitel erhielt er im Jahr 2010. Wywiórski wurde in zahlreichen Einzelausstellungen in Krakau, Warschau, Berlin, Frankfurt, Potsdam präsentiert, nahmen an zahlreichen Sammelausstellungen in Polen, Deutschland, Großbritannien und Japan teil. Seit 2010 arbeitet er an der Fakultät für Kunst an der Pädagogischen Universität in Krakau.